"WOC - World Of Comics"

Firmenphilosophie

 

WOC folgt einer langen Tradition von Münchner Comicmachern. Von "Comicstrich" zu "Strapazin", weiter zu "Comicaze" und "Comicstadt München" -- mit der Fackelübergabe an MICS steht WOC inmitten von vier "Generationen" der Münchner Comicszene. So ein Familienstammbaum verpflichtet, und damit ergibt sich die Notwendigkeit, gewisse Richtlinien aufzustellen, um dem gerecht zu werden.

Wer mit unserer Philosophie nicht übereinstimmt, sollte sich zweimal überlegen, ob eine Zusammenarbeit eine gute Idee ist. Wir geben so ziemlich jedem Talent und jedem Kunden eine Chance. Es wäre schade, sie zu verspielen, denn das verschwendet nur auf beiden Seiten eine Menge Zeit.

1. Lehren ist ein Privileg
Es gibt eine Menge Lehrkräfte da draussen, die halten ihren Beruf für einen - teilweise lästigen - Job, der von oben vorgeschrieben wird. Wir nicht. Wir sind froh, unser Wissen mit denjenigen teilen zu dürfen, die bei uns mitmachen. Unterricht bei uns ist daher kostenlos. Und wir unterrichten, weil wir an die Talente unserer Schüler glauben.

2. Wer's am Besten kann, macht den Job!
WOC ist keine Firma mit in Stein gemeißelten Strukturen, sondern eine lebendige Künstlerkooperative. Abgesehen von der juristischen Notwendigkeit, daß Samar die Geschäftsführung in seine Hände nimmt, gibt es zahllose Aufgaben in einem Kreativbüro. "Leistung setzt sich durch" war einer der ersten Sätze, die Samar an dem Tag, als sich die Anfänge von WOC zusammenfanden, von seinem Kollegen Timo Würz auf den Weg bekam. Daran hält sich WOC. Von jedem wird Einsatz nach Möglichkeit erwartet, und wer einen Job besser kann als ein anderer, übernimmt ihn. Das ist unsere Art der Qualitätssicherung. Ein Job wird immer für ein ganzes Projekt übernommen, und wenn die Aufgabenteilung einmal beschlossen ist, wird sie strikt eingehalten - unter der Aufsicht des Managements, versteht sich.

3. Ein Deal ist ein Deal, ein Wort ein Wort!
Ein Deal ist eine gegenseitige Verpflichtung zwischen Kunde und WOC. Weder eine vertragliche Verpflichtung noch eine andere Zusage kann "zurückgenommen" werden. Es gibt nur eine einzige Weise, von einem gegebenen Wort zurückzutreten: Jemand bricht es. WOC bricht niemals einen Deal. Wenn eine Zusage gemacht wurde, wird vom ganzen Team erwartet, daß es zusammenhält, um das möglich zu machen. Sollte - was leider auch hin und wieder vorkommt - ein Kunde den Deal verletzen, verfällt der Deal. Alle entstandenen Kosten werden angerechnet, ausstehende Honoraranteile werden nicht eingefordert, es gibt aber auch keine Rückerstattung. Wir erwarten von Kunden und Künstlern gleichermaßen, daß ihnen ein gegebenes Wort heilig und unverletzlich ist. Wird das mißachtet, trennt man sich - wie das üblich ist - nach einer einmaligen Abmahnung. Das gilt für Kunden ebenso wie für Mitwirkende.

4. Es hat sich gelohnt, wenn Du etwas draus gelernt hast
WOC steht bedingungslos hinter seinen Mitgliedern. Auch hinter ihren Fehlern. Das Management wird jede Konsequenz auf sich nehmen, sollte ein Mitglied irgendwo mal Mist bauen. Im Gegenzug erwarten wir nur eines: die Bereitschaft, zu lernen, und zwar nicht immer erst aus den Fehlern. Dafür nehmen wir alles auf uns, denn immerhin leiten wir eine Schule.
Wir sind Profis, und es wäre eine gute Idee, auf uns zu hören, wenn man mit uns mithalten will. Wer nicht einverstanden ist mit dem, was WOC tut, es aber auch nicht besser kann als wir, der sollte sich überlegen, ob eine Mitgliedschaft bei uns das Richtige ist.

5. Essen, Schlafen, Familie und Freunde
WOC lehrt Realismus im Job. "Comiczeichner in Deutschland" ist ein Job nur für Verrückte. Denn wenn wir Arbeit haben, dann leben wir im dauerhaften Krieg mit einer zumeist mörderischen Deadline. Kein Profi, mit dem wir in den letzten Jahren geredet haben - und wir sind befreundet mit zahlreichen namhaften und erfolgreichen Kollegen - sieht es anders:
"Christliche Arbeitszeiten" gibt es in diesem Job nicht. Wenn wir Arbeit haben, bleibt wenig Zeit zum Essen, selten Zeit zum Schlafen, und am Allerwenigsten bleibt Zeit für Familie und Freunde. Dafür ist der Job aber nach wenigen Wochen oder Monaten auch vorbei, und dann kommt der große "Leerlauf" bis zum nächsten Projekt.
Es sei angemerkt, daß wir bei WOC erstens alle von Herzen verrückt sind, und zweitens die Arbeit im Team von WOC zumindest einen Ausweg aus dem Problem mit den "Freunden" anbietet. Viele WOCler waren/sind gute Freunde geworden.

6. Mitmachen bedeutet Mitgliedschaft
WOC ist eine lebendige Gemeinschaft. Unser Bestand an Mitgliedern ist ständig im Fluß, denn Mitglied ist man genau so lange, wie man mit WOC vertragliche Verpflichtungen hat. Wer mitmacht, ist dabei. Ist das Projekt beendet, endet die Mitgliedschaft. Und kann jederzeit wieder aufgenommen werden - es sei denn, wir schmeißen jemand raus. ;-)
Für diejenigen, die uns noch aus unseren Anfangstagen kennen, sei angemerkt: Früher, als WOC noch organisatorisch mit der Schule identisch war, gab es einen festen Stab von Lehrkräften. Heutzutage ist das etwas anders. Ein Vertrag mit Samar bedeutet Mitgliedschaft für genau so lange, wie der Vertrag dauert. Frühere "WOCler" werden damit leben müssen, daß ihre Mitgliedschaft bei WOC beendet ist, und sie jetzt unter dem Label "MICS" geführt werden.
Wir möchten gerne mit unseren früheren Mitgliedern freundschaftlich verbunden bleiben. Also bitte nicht wundern. Alles, was früher einmal WOC war, findet bei MICS sicherlich alles wieder. Alle früheren "WOCler" sollen daher wissen:
Die Tür ist immer noch offen. Wir freuen uns auf Euch!